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"Ich denk' an Dich"

Menschen in schwierigen Lebensphasen brauchen ein Zeichen, dass sie nicht alleine sind. Hier liegen die Wurzeln des Vereins. Wir besuchen Familien, hören ihnen zu und nehmen an ihrem Leben teil. Die Familie erhält eine kleine finanzielle Zuwendung, um sich einen Wunsch zu erfüllen und selbstverständlich unser Babakissen, das die Menschen daran erinnern soll, nicht allein gelassen zu sein. Zentraler Punkt dieses Projektes ist aber der direkte Kontakt: das "sich Zeitnehmen" und "Zuhören". Die Menschen erfahren dadurch Wertschätzung und das Gefühl, dass ihr Schicksal anderen nicht gleichgültig ist.

"Ich hätte nie gedacht, dass jemand anderem es auffällt, wie sehr wir versuchen in unserem Alltag zu überleben. Ihr Besuch ist ein Geschenk und lässt mich fühlen wie ein König und wer möchte nicht einmal in seinem Leben, sich wie ein König fühlen. Danke.", sagte uns eine junge Frau, als wir einen Besuchstermin telefonisch vereinbaren wollten.

"Ich denk’ an Dich" ist in der Regel ein einmaliger Besuch. Es mag an Nachhaltigkeit fehlen, aber die Rückmeldungen seitens der Betroffenen und auch der Kooperationspartner zeigen immer wieder deutlich, dass dieses Projekt seine Berechtigung hat. Und manchmal sind es genau solche Aktionen, die den Anstoß für eine neue Entwicklung geben. So auch bei einem kleinen Mädchen. Es kam mit deformierten Füßen und Händen zur Welt und fand nur schwer Anschluss im Kindergarten. Ihr galt während unseres Besuches unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Unser Besuch hat dem Mädchen gut getan: ihre Erzieherin meldete sich einige Wochen später und berichtete, dass unser Besuch bewirkt hat, dass das Mädchen offener geworden ist und begonnen hat, aktiv Kontakt zu den Erziehern und den Kindern in ihrer Gruppe zu suchen.

Ein anderes Mal haben wir einer Familie statt einer finanziellen Unterstützung einen Tag für sich geschenkt. Als ihre zweite Tochter mit einer multiplen Behinderung auf die Welt kam, veränderte sich ihr Leben auf einen Schlag. Alle Sorgen und Ängste drehten sich um das jüngere Mädchen. Ärzte mussten deutschlandweit aufgesucht werden und da blieb nur noch wenig Zeit für die gesunde, ältere Tochter. Im Gespräch mit uns wurde klar, die jüngere Tochter war versorgt, aber die ältere brauchte eigentlich Hilfe. Die Eltern mussten lernen, sich Zeit für sich und auch Zeit für ihre ältere Tochter zu nehmen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen hinsichtlich der jüngeren Tochter zu haben. Wir haben ihnen einen gemeinsamen Tag in einem Freizeitpark und für die jüngere Tochter für diesen Tag eine professionelle, liebevolle Betreuung organisiert. Das war der Anstoß, dass die Familie lernte, dass mit der richtigen Organisation, Freiräume für gemeinsame Aktivitäten geschaffen werden können und man so den individuellen Bedürfnissen beider Töchter gerecht werden kann.

"Ein Lächeln zurück zu bekommen, ist das schönste Geschenk." Susanne Spieckermann, Familienbetreuerin im Projekt "Ich denk' an Dich"

 

 

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30.06.2017 Ab in die Sommerferien - das heißt es auch bei uns! Im August trifft sich das FöBi-...

27.06.2017 Es wird wieder genäht. Nach langer Pause werden aufgelaufene Bestellungen...

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